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Was ist eine Kardiomyopathie?

Unter Kardiomyopathie versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die den Herzmuskel betreffen und zu Veränderungen der Struktur und Funktion des Herzens führen. In manchen Fällen kann dies dessen Fähigkeit beeinträchtigen, Blut effizient durch den Körper zu pumpen. Die Ursachen für eine Kardiomyopathie können vielfältig sein und sie betrifft Menschen jeden Alters und mit den unterschiedlichsten Vorgeschichten.

Auf dieser Seite

Die häufigsten Formen von Kardiomyopathien

Es gibt verschiedene Arten von Kardiomyopathien. Alle weisen unterschiedliche Ursachen und Merkmale auf. Sie alle wirken sich auf den Herzmuskel aus, wodurch die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigt wird. Die gängigsten Formen sind die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), die durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist, und die dilatative Kardiomyopathie, bei der sich das Herz dehnt und schwächer wird.

Die häufigsten Formen von Kardiomyopathien

Was passiert bei einer HCM im Herzen?

Was passiert bei einer HCM im Herzen

Das Herz ist ein lebenswichtiges Organ, das wie eine Pumpe wirkt, um das Blut durch den Körper zu befördern. Wenn Sie wissen, wie das Herz funktioniert, werden Sie die Anzeichen Ihrer Krankheit besser verstehen.

Die rechte Seite des Herzens erhält über die Venen sauerstoffarmes Blut aus dem Körper und pumpt es in die Lungen, wo es Sauerstoff aufnimmt und Kohlendioxid abgibt. Die linke Seite des Herzens empfängt sauerstoffreiches Blut aus den Lungen und pumpt es durch die Arterien in den Körper. Durch diesen lebenswichtigen Prozess wird sichergestellt, dass unser Körper den Sauerstoff erhält, den er benötigt, um reibungslos zu funktionieren.

Jeden Tag pumpt das Herz etwa 8.000 Liter Blut.[2]

Um das zu schaffen, muss es gut entspannt sein, damit sich die Kammern optimal mit Blut füllen können.

CMH

Ein Herz mit HCM kann Schwierigkeiten haben, das Blut durch den Körper zu pumpen.

CMHo

Im Falle einer HOCM beobachtet man eine Verstopfung des Blutflusses.

...bei der HCM?

Bei der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) verhinderndie dicken, starren Wände des Herzens, dass es sich richtig entspannen und so mit Blut füllen kann, wie es sollte.

... bei der obstruktiven HCM (HOCM)?

Bei der hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie liegt das Problem vor allem in der linken Herzkammer. Normalerweise ist diese dafür zuständig, das sauerstoffreiche Blut über die Aorta in den Rest des Körpers zu transportieren. Die verdickte Herzwand blockiert jedoch teilweise den Blutfluss. Das Herz muss sich dann mehr anstrengen und mehr Energie aufwenden, was zu Symptomen wie Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Schmerzen in der Brust führen kann.

1/500

Schätzungsweise leidet jeder 500. Erwachsene an HCM.[3]

Bis zu 70 % der diagnostizierten Patient:innen haben HOCM.[4]

Schauen wir uns genauer an, was im Herzen passiert:

HOCM, was erwartet mich?

Obwohl sie auch völlig asymptomatisch sein kann, umfassen die am häufigsten beobachteten Symptome bei einer HOCM Atembeschwerden, erhöhte Müdigkeit, Brustschmerzen, Ohnmachtsanfälle oder Schwindel sowie unregelmäßige Herzschläge. Diese Symptome können von Person zu Person variieren.

Die häufigen Symptome können umfassen:

Kurzatmigkeit
(vor allem bei körperlicher Aktivität)


Angeschwollene Knöchel und/oder Füße


Unregelmäßiger Herzschlag



Schmerzen in der Brust (Thoraxschmerzen)


Schwindel/Benommenheit



Ohnmachtsanfälle



Müdigkeit



Diese Symptome können denen anderer Erkrankungen ähneln; nur eine Kardiologin oder ein Kardiologe kann die Ursache feststellen. Wenn bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sollten Sie eine plötzliche, starke Veränderung verspüren, wie beispielsweise Ohnmacht, starke Brustschmerzen oder Atembeschwerden in Ruhe, suchen Sie unverzüglich medizinische Hilfe.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die umfangreiche Forschung zur Behandlung der HOCM unterstreicht die Bedeutung der medizinischen Unterstützung, die den von dieser Krankheit betroffenen Personen zukommen soll.

Obwohl ihre Auswirkungen auf die Gesundheit ernst sind, ist es wichtig zu beachten, dass jeder Fall sorgfältig behandelt werden kann, sodass die Betroffenen in den meisten Fällen weitgehend normal leben können. Mögliche Komplikationen sind Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und seltener auch Schlaganfälle (zerebrovaskuläre Ereignisse) sowie plötzlicher Herzstillstand.

Statistiken, die man im Auge behalten sollte

Wie bei viele chronische Herzerkrankungen kann auch die HCM manchmal zu Komplikationen führen. Die wichtigsten, die beachtet werden sollten, sind:

  • Herzinsuffizienz[5]-[6]:
    Bei manchen Menschen kann die Pumpfunktion des Herzmuskels allmählich nachlassen.


  • Vorhofflimmern (VHF)[7]: 

    Ein unregelmäßiger Herzrhythmus, der Herzklopfen verursachen und das Schlaganfallrisiko erhöhen kann.

  • Schlaganfall[8]: 

    Menschen mit HCM, insbesondere solche mit Vorhofflimmern, haben ein höheres Schlaganfallrisiko als die Allgemeinbevölkerung.

  • Plötzlicher Herzstillstand[9]-[10]: 

    Dies ist selten, doch bei einer kleinen Anzahl von Patient:innen, insbesondere bei jüngeren Menschen mit bestimmten Risikofaktoren, kann ein erhöhtes Risiko bestehen. Diese Schätzung basiert auf den jährlichen Raten, die in historischen Kohorten beobachtet wurden. Moderne Risikobewertung und die Implantation von ICDs (implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) haben dieses Risiko deutlich gesenkt.

Ihre Kardiologin oder Ihr Kardiologe wird Ihr individuelles Risikoprofil beurteilen und Ihren Behandlungsplan entsprechend anpassen.

[2] Maron MS, et al. N Engl J Med. 2003;348(4):295-303. DOI 10.1056/NEJMoa021332

[3] Maron MS, et al. N Engl J Med. 2003;348(4):295-303. DOI 10.1056/NEJMoa021332

[4] Maron MS, et al. N Engl J Med. 2003;348(4):295-303. DOI 10.1056/NEJMoa021332

[5] Ho CY, et al. Circulation. 2018;138(14):1387-1398. DOI : 10.1161/CIRCULATIONAHA.117.033200

[6] Luiten RC, et al. Open Heart. 2016;3(2):e000488. DOI : 10.1136/openhrt-2016-000488

[7] Zaiser E, et al. J Patient Rep Outcomes. 2020;4(1 ):102. DOI : 10.1186/s41687-020-00269-8

[8] Ammirati E, et al. EurJ Heart Fail. 2016;18(9):1106-1118. DOI : 10.1002/ejhf.541
[9] Ho CY, et al. Circulation. 2018;138(14):1387-1398. DOI : 10.1161/CIRCULATIONAHA.117.033200

[10] Cox Set al. Heart. 1997;78(2):182-187. DOI : 10.1136/hrt.78.2.182

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